Ziertauben in der Zucht, oder ein paar Worte über diese schönen Vögel

Taube sitzt auf einem grünen Zaun

Tauben sind Vögel, die in vielen Regionen der Welt und unter den unterschiedlichsten natürlichen Bedingungen leben, vielleicht mit Ausnahme der eisigen Polarregionen. Innerhalb der Familie der Tauben unterscheidet man üblicherweise zwischen Dutzenden von Arten und mehr als 300 Varietäten. Die Taubenzucht ist nach wie vor ein beliebtes Hobby, und diese Vögel werden gehalten, um ihr köstliches Fleisch zu verkaufen, an prestigeträchtigen Ausstellungen teilzunehmen und auch für sportliche Wettbewerbe. Ziertauben sind wahrscheinlich die zahlreichste Gruppe, und obwohl sie eine geringe nützliche Funktion haben, werden sie hauptsächlich wegen ihres großen ästhetischen Wertes gehalten.

Eine kurze Geschichte der Taubenzucht

Schon in der Antike wurden Tauben als Opfervögel oder als Nahrung für Menschen behandelt. Die Römer begannen bereits vor unserer Zeitrechnung, sie nach bestimmten Merkmalen zu selektieren und schufen so Zuchtgruppen. Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf der Nützlichkeit der Tauben und nicht nur auf ihrer Schönheit. Damals wurden Brieftauben entwickelt, die viele Jahrhunderte lang für die Fernkommunikation zwischen Menschen eingesetzt wurden.

Die Ziertauben gehen auf die Neuzeit zurück, als man begann, Tiere verschiedener Typen so zu kreuzen, dass ihre besten Eigenschaften hervorgehoben wurden. Heutzutage werden die Ausstellungen von diesen dominiert. Es haben sich viele Rassen herausgebildet, deren Merkmale von der Größe über die Farbe bis zum Gefiedertyp reichen. Die Schönheit dieser Vögel ist bestechend, und ihr Charakter und ihre Zähmungsmöglichkeiten veranlassen viele Züchter, sich mit ihnen zu beschäftigen und ihnen sogar Namen zu geben.

Ziertauben in der Zucht - einige grundlegende Informationen über ihre Merkmale

Schon der Name der Gruppe: Ziertauben, deutet darauf hin, dass sie sich durch ihr originelles Aussehen auszeichnen. Dabei kann es sich um die leuchtende Farbe und das ungewöhnliche Muster des Gefieders, die äußeren Merkmale oder die unerwartete Form und Struktur des Schnabels oder des gesamten Körpers handeln.

Die Tauben Australiens und Südasiens sind in Bezug auf Arten und Rassen besonders vielfältig. Diese Vögel sind jedoch ausschließlich an warme und sogar heiße Klimazonen angepasst und eignen sich nicht für die Haltung in den kälteren Klimabedingungen der nördlichen Hemisphäre. In Polen gibt es mehrere Zierrassen, die eine hohe Überlebens- und Fortpflanzungsfähigkeit haben. Es gibt eine ganze Reihe von ihnen, und die Züchter wählen diejenigen aus, die für die individuellen Bedingungen der Zucht gut geeignet sind.

Im Gegensatz zu ihren wilden Verwandten sind viele Ziertauben aufgrund ihres geringeren Flugbedürfnisses ideal für die Innenhaltung geeignet. Einige Rassen haben praktisch vergessen, wie es ist, hoch zu fliegen. Es gibt aber auch hochfliegende Vögel, die auch als Ziertauben bezeichnet werden. Sie benötigen jedoch unterschiedliche Zuchtbedingungen.

Ist es die Farbe, die Ziertauben so attraktiv macht?

Die Farbe von Ziertauben kann sehr unerwartet und vielfältig sein: von hellgrün bis leuchtend rot und braun. Innerhalb jeder Rasse gibt es viele Farbvarianten. Daher dient der Farbton nur selten als Erkennungsmerkmal für eine bestimmte Taubenrasse, vielmehr wird auf körperliche Unterschiede zurückgegriffen.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass auch ihre Größe erheblich variieren kann. Es gibt Individuen, die so klein sind wie eine Lerche, aber auch solche, die die Größe eines großen Huhns haben. Ziertauben sind in der Regel scheu, daher sollte ihre Pflege sehr behutsam und vorsichtig sein.

Die besten polnischen Ziertaubenrassen

Die Namen der Ziertaubenrassen wurden oft von den Namen der Regionen abgeleitet, in denen diese oder jene Sorte gezüchtet wurde. Manchmal spiegelte der Name die Beziehung zwischen der äußeren Zeichnung der Taube, ihren individuellen Charaktereigenschaften und sogar einigen Ähnlichkeiten mit anderen Tieren, nicht nur Vögeln, wider.

In Polen sind mehr als ein Dutzend Ziertaubenrassen registriert, von denen die folgenden drei eine besondere Erwähnung verdienen:

  • Polnischer Luchs. Es handelt sich um eine Taube aus der Gruppe der Formtauben, und die Ursprünge ihrer Zucht gehen auf das 17. Er wiegt mehr als ein halbes Kilogramm, hat einen charakteristisch gekrümmten Körper, rote Augen und kurze, weit auseinander stehende Beine. Die Färbung dieser Tauben ist unterschiedlich, es gibt rote, gelbe und blaue Varianten.
  • Bialystok Crimson. Es handelt sich um eine moderne Rasse, die bereits im 20. Jahrhundert in Nordostpolen entstanden ist. Er zeichnet sich durch seine besondere Kappe aus, hat einen kurzen Schnabel und eine stolz nach vorne gerichtete Brust. Zunächst waren sie Flugtauben - Posttauben, und als solche bezeichnen sie sich auch heute noch. Wegen ihrer Schönheit, ihres weißen Gefieders mit bunten Flecken auf Kopf und Schwanz, gelten sie aber auch als sehr dekorativ.
  • Posener Farbentaube. Die Tauben dieser Rasse stammen aus der ältesten Taubenzucht, die im 16. Jahrhundert in Großpolen gegründet wurde. Es sind kleine Vögel mit einem breiten und kurzen Hals, einer betonten Stirn und einem kurzen Schnabel. Sie haben viele ästhetische Eigenschaften, darunter einen dekorativen Federkranz auf dem Kopf, der auf der Rückseite weiß und auf der Vorderseite ungewöhnlich gefärbt ist.

Trotz ihres geringen Nutzwertes sind Ziertauben bei Vogelbeobachtern nach wie vor sehr beliebt und begehrt. Jedes Jahr werden in der ganzen Welt mehrere neue Rassen gezüchtet, um den Bedarf von mehr Züchtern zu decken.

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